Jūrmala: Majori

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und den Sonnenuntergang
an der Ostsee genießen, lautete die Empfehlung der Stadtführerin.

Ich verlasse mich auf ihre Meinung, dass ein Nachmittag langt, sofern man sich auf den Teilort Majori, der das Zentrum bildet, beschränkt. 

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Am Hauptbahnhof
steht der Zug schon abfahrbereit und als ich reinspringe, schließen sich schon die Türen. Selbst wenn ich diesen Zug verpasst hätte, hätte ich nur ein paar Minuten auf den nächsten warten müssen. Die Fahrt kostet € 2,73 (h&r), der Zug ist rappelvoll und einige Reisende müssen stehen, obwohl sich je drei Sitzplätze links und rechts des Ganges befinden. Es ist kurz nach 17 Uhr und die Pendler wollen heim. In Riga hat es bis zum Nachmittag geregnet und während der Zugfahrt wird das Wetter mit jedem Meter besser. Die Trasse geht durchs Grüne und kurz vor meiner Haltestelle werden die Häuser eleganter. Nach 33 Minuten Bahnfahrt empfängt mich Majori mit

strahlendem Sonnenschein
und wolkenlosem blauen Himmel – allerfeinstes Kaiserwetter. Der Stadtplan gibt für die gesamte Gemeinde Jūrmala 55 Sehenswürdigkeiten an, davon allein rund zwei Dutzend in der Nähe meines Standortes. Dabei hat das Tourismusbüro aber wirklich jede Statue und jedes noch so alte und leerstehende Haus aufgeführt, das irgendwie eine Geschichte vorweisen kann. Ich folge dem Besucherstrom und laufe die

Jomas iela,
die Jomas Straße, entlang. Unzählige Restaurants und Cafés zieren die 1,1 km lange Straße und lenken von den schönen alten Häusern ab.

Jomas iela, Majori, Lettland

Jomas iela, Majori, Lettland

4.000 Holzhäuser sollen im Bezirk Jūrmala registriert sein und der strenge Denkmal- und Naturschutz wacht darüber, dass es zu keinen Auswüchsen kommt. Historische Gebäude dürfen nicht abgerissen werden und Neubauten müssen eine maximale Höhe einhalten. Sollte wieder Erwarten ein altes Holzhaus abgerissen werden müssen, wird es originalgetreu wieder aufgebaut.
Am Ende der Straße steht der aus Kupferplatten gefertigte Globus, Lettlands größte Weltkugel, der Kinder magisch anzieht.

Jūrmalas globuss, Majori, Lettland

Jūrmalas globuss, Majori, Lettland

Direkt dahinter geht es an modernen Neubauten vorbei, die auf den russischen Geldadel abzielen. Der einzige offizielle lettische Kurort Jūrmala, der ohnehin schon beliebt ist, soll für russische Neureiche noch exklusiver und mondäner werden. Von Wohnraumpreisen bis zu € 6.000,- je Quadratmeter ist die Rede.
Zwischenzeitlich bin ich im nächstenTeilort angekommen, in Dzintari, und der kleine Weg endet im

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Dzintaru mežaparks,
einem waldähnlichen Stadtpark mit Aussichtssturm, Klettergarten, Skaterpark, Spielplätzen und Cafés.

Dzintaru mežaparks, Dzintari, Lettland

Dzintaru mežaparks, Dzintari, Lettland

Ich steuere den Turm an und erklimme die 33,5 m. Was von außen wie ein Holzturm aussieht, entpuppt sich als Metallkonstruktion mit Holzverkleidung. Oben angekommen, muss ich mich vor Schreck festhalten: Die Plattform hat einen Gitterboden und gibt den Blick durch alle Etagen bis zum Fundament frei.

Dzintaru mežaparks, Dzintari, Lettland

Dzintaru mežaparks, Dzintari, Lettland

Das Ding wackelt beim geringsten Luftzug, was durch den Rundumblick über die Rigaer Bucht, die Stadt Riga und den angrenzenden Wald, sehr viel Wald, entschädigt wird.

Jūrmala, Lettland

Jūrmala, Lettland

Nachdem ich wieder festen Boden unter den Füßen habe, schlage ich mich zum Strand durch, wieder an schicken Neubauten vorbei und da ist es endlich:

Das Baltische Meer
mit seinem breiten Sandstrand.

Jūrmala, Lettland

Jūrmala, Lettland

Die obligatorische Ge- und Verbotstafel lässt keinen Zweifel darüber, dass Hunde am „Blaue-Flagge-Strand“ nicht erlaubt sind. Und daran scheint man sich zu halten. Ich finde auf dem Lageplan keinen Hinweis auf eine Hundebadestelle. Je nach Quelle misst der Strand 26 – 33 km und da liegt die Vermutung nahe, dass es irgendwo außerhalb der „Blauen-Flagge“-Zone einen Platz für Vierbeiner geben wird. Dafür hat man für die Zweibeiner eine perfekte Infrastruktur geschaffen: Gastronomie, Hotellerie, Sportflächen, Umkleidekabinen, Sonnenliegen, Toilettenhäuschen, Rettungsschwimmer, Abschnitte für Menschen mit eingeschränkter Mobilität und und und. Alles, insbesondere womit sich Geld verdienen lässt, ist vorhanden. Ich laufe der Sonne entgegen und kehre in eine Strandbar ein, um bei einem Eiskaffee den Sonnenuntergang abzuwarten.

Jūrmala, Lettland

Jūrmala, Lettland

Als die Sonne untergeht, gehe ich noch ein Stück weiter und komme an der ehemaligen Badeanstalt „Bijusī Emīlijas Rācenes peldiestāde“ vorbei, gebaut von 1911 – 1916 und seit 2015 zum Verkauf stehend.

Bijusī Emīlijas Rācenes peldiestāde, Jūrmala, Lettland

Bijusī Emīlijas Rācenes peldiestāde, Jūrmala, Lettland

Daneben steht das Baltic Beach Hotel**** mit seiner an ein Kreuzfahrtschiff erinnernde Architektur, das € 60,- pro Tag für zwei Strandliegen inklusive Tisch, Schirm und Handtuch verlangt. Mitten auf den Strand wurde ein mobiles Beachvolleyballstadion gebaut, die Spielstätte der „Jūrmala Masters“. Laut Stadtplan kommt jetzt die letzte Sehenswürdigkeit, das leerstehende Kurhotel „Marienbāde“ aus dem Jahr 1870.

Bijusi sanatorija "Marienbāde", Jūrmala, Lettland

Bijusi sanatorija „Marienbāde“, Jūrmala, Lettland

Tatsächlich dünnt sich die Bebauung aus, also kehre ich um und laufe durch das Villenviertel zum Bahnhof. Lange muss sich nicht warten, denn selbst um 21:00 Uhr fährt der Zug noch alle 30 Minuten.[DISPLAY_ULTIMATE_PLUS]

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