Riga: Rīgas Doms (Rigaer Dom)

Gesamtlesedauer ca. 3 Minuten

erreiche ich von der Flussseite
und ich entdecke zwischen den Plattenbauten die eine oder andere Jugendstilfassade.

Jugendstil, Riga

Jugendstil, Riga

Als ich den Dom erreiche, gewährt ein Tor Einblick in den Kirchhof und kurz darauf stehe ich in der

Werbung

Eingangshalle.
Unter dem Schein des Lüsters gehe ich die Freitreppe hinab und löse im Kassenbereich mein Ticket.

Rīgas Doms (Rigaer Dom)

Kassenhalle, Rīgas Doms (Rigaer Dom)

Im Reiseführer und im Internet stehen € 1,-, doch tatsächlich kostet der Eintritt € 3,-. Es gibt keine weiteren Vergünstigungen und auf der Preistafel folgen auch gleich die Preise für die Orgelkonzertkarten. Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiß: Das Foyer und der Kassenbereich werden die einzigen Bereiche sein, die mir gefallen werden. Am Kontrolleur vorbei, hinter dem Sichtschutz, eröffnet sich mir eine sehr aufgeräumte, will heißen karg dekorierte Kirche, deren

Hingucker
die Barockkanzel aus dem Jahr 1641 und die Orgel anno 1883 sind. Die Kanzel ist mit  Schnitzereien reich verziert und sticht sofort ins Auge. Ich kann mir nicht helfen, aber in dem großen Gotteshaus wirkt sie verloren.

Barockkanzel, Rīgas Doms (Rigaer Dom)

Barockkanzel, Rīgas Doms (Rigaer Dom)

Ich drehe mich und schaue zur Orgel. Bedingt durch ein Gerüst, ist von der Orgel wenig zu sehen. Allerdings lässt das Wenige, was ich sehe, erahnen, dass sie groß und sicherlich ordentlich laut ist. Die besten Voraussetzungen für die regelmäßig stattfindenden Orgelkonzerte.

Orgel, Rīgas Doms (Rigaer Dom)

Orgel, Rīgas Doms (Rigaer Dom)

Zur Orgel sei noch erwähnt, dass sie mit 6.718 Metall- und Holzpfeifen bestückt ist und weiland von der berühmten Firma Walcker aus Ludwigsburg geschaffen wurde.

Werbung

Die Kirche
soll 5.000 Besuchern Platz bieten und gilt als größter Sakralbau Lettlands. Ich kann schlecht schätzen, aber mir scheint die Zahl hochgegriffen und ich kann die Zahl im Internet nicht verifizieren. Vielleicht ohne Sitzbänke und dichtgedrängt.

Domhahn, Rīgas Doms (Rigaer Dom), Lettland

Domhahn, Rīgas Doms (Rigaer Dom)

Seit der Grundsteinlegung im Jahre 1211 wurde der Dom mehrmals umgebaut und erweitert, daher finden sich Elemente der Romanik, der Frühgotik, des Barocks und des Jugendstils. Trotzdem fehlt der Kirche das gewisse Etwas, was dich mit offenem Mund staunen lässt. Ungewohnt schnell bin ich durchgelaufen, wende mich dem

Kreuzgang
zu und mir zwängt sich die Frage auf, ob Sperrmülltag ist. Die Exponate scheinen dem Motto „Hauptsache was hingestellt“ zu folgen. Der Gockel, der den Turm bis 1547 zierte, ist ganz witzig. Damals brach in der Innenstadt ein Feuer aus, dem auch der Turm zum Opfer fiel. 1595 wurde der neue Turm in der heutigen Form errichtet.

Domhahn, Rīgas Doms (Rigaer Dom)

Domhahn, Rīgas Doms (Rigaer Dom)

Selbst der Innenhof hinterlässt bei mir keinen bleibenden Eindruck. Ich habe schon einige Kirchhöfe und Kreuzgänge gesehen, aber hier wirkt alles so lieblos auf mich, so als erhielte man es künstlich am Leben. Meine anfängliche Langeweile wechselt zu Ärger über aufgewendete Zeit und Geld, weshalb ich meine Schritte zum Ausgang lenke.[DISPLAY_ULTIMATE_PLUS]
[fbalbum URL=https://www.facebook.com/media/set/?set=a.1852319098333073.1073741862.1781958535369130&type=1&l=63268f5818]

Werbung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.