A Laxe: Fervenza do Coto Grande

Gesamtlesedauer ca. 4 Minuten

liegt mitten in der Serra do Suído und gehört zur Gemeinde Fornelos de Montes.
Den offiziellen, weil ausgeschilderten Weg, finde ich in der A Airoa. Dazu lasse ich den Wegweiser zur Kirche hinter mir und gehe paar Meter die Straße bergauf zum Wegweiser nach Chanciñas.
Fornelos de Montes - A Laxe (Pontevedra)Das Wappen von A Laxe lässt keinen Zweifel darüber, was dem aufmerksamen Beobachter nicht ohnehin bereits auf der Fahrt aufgefallen wäre: Hier lebt man von der Vieh- und Weidewirtschaft. Und wo sich Rindviecher tummeln, mangelt es an Flaniermeilen. Daher muss ich eine kleine Warnung aussprechen:

Der Weg zur Fervenza do Coto Grande ist kurz und steil,

Fornelos de Montes - A Laxe (Pontevedra): Fervenza do Coto GrandeFornelos de Montes - A Laxe (Pontevedra)verdient von der Distanz her bestenfalls die Bezeichnung Spaziergang, führt allerdings über Stock und Stein.
Es geht zunächst bergab zu einer alten Steinbrücke, die den Rí­o Fonte Uceira überspannt.
Jenseits der Brücke versperrt ein Tor den Weg. Was dem Vieh das Ausbüchsen erschweren soll, fordert dem Menschen einiges an Geschick ab, um das Sicherungsseil zu entknoten und das sperrige Tor zu bewegen. Danach geht es eine kurze felsige Passage steil bergauf und endet auf den Weideflächen. Fornelos de Montes - A Laxe (Pontevedra)Fornelos de Montes - A Laxe (Pontevedra): Fervenza do Coto GrandeEin einsames angebundenes Pferd schaut uns ganz neugierig an. Sein Interesse verfliegt so schnell, wie es erwachte. An der kurzen Leine lotse ich Oscar am Ross vorbei und zum Glück bekommt er keinen seiner sonst üblichen Anfälle.
Links von mir rauscht es laut und deutlich. Ich bin irritiert, denn die einzige Möglichkeit führt weiter bergauf, wobei der Weg mittlerweile eher zu erahnen, als zu erkennen ist. Mitten im Gestrüpp, und diesmal ohne Sitzbank, blicke ich auf die . Was ich sehe, ist eher unspektakulär:

Beschreibung und Wirklichkeit weichen voneinander ab,

denn der Bericht, der mich zum Besuch der Fervenza do Coto Grande inspirierte, schreibt sinngemäß:

Der Valdohome Fluss, auch als Parada bekannt, entspringt in der Serra do Suido und durchquert mehrere Täler mit zahlreichen kleinen Zuflüssen. Weil die Serra do Suido als einer der regenreichsten Orte auf der spanischen Halbinsel gilt, schwillt das Gewässer bald zu einem Strom an. Bevor der Rí­o Valdohome das Örtchen A Airoa erreicht, muss er von 750 Höhenmetern auf 550 m hinab. Dieses Gefälle überwindet er unter anderem mithilfe der der sehenswerten Fervenza do Coto Grande.

Fornelos de Montes - A Laxe (Pontevedra): Fervenza do Coto GrandeSoweit die Theorie. Die Praxis sieht ein klein bisschen anders aus: Geregnet hat es die vergangenen Tage zur Genüge, wieso also plätschert der Fluss so gemütlich durch die Kaskade? Sehenswert ist für meine Begriffe lediglich die Landschaft drum herum. Fornelos de Montes - A Laxe (Pontevedra)Der Blick über die Täler entschädigt mich mehr als ausreichend. Leider lässt sich das im Foto nicht so beeindruckend wiedergeben.
Das sieht hier alles so zugewuchert aus, dass ich mir gar nicht erst die Mühe mache, einen Weg zum Wasserfall zu suchen. Lieber sammle ich meinen Hund ein und mache mich auf den Rückweg. Da ich eigentlich wegen der nahegelegenen Fervenza de Casariños angereist bin, hält sich meine Enttäuschung in Grenzen.

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wörtlich: Pfarrgemeinde.
Mehrere Pfarren bilden eine übergeordnete Verwaltungseinheit (Stadtgebiet, Gemeinde oder Gemeindeverbund) mit eigenem Namen. Jede parroquia teilt sich in barrios (wörtlich Nachbarschaften; im Sinne von Vierteln) auf.
fervenza (galicisch) = cascada (castellano) = Kaskade

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